Passionero.com verspricht, das Dating-Erlebnis zu revolutionieren. Mit einem modernen Auftritt und verlockenden Versprechen versucht die Plattform, neue Nutzer zu gewinnen. Unser Test zeigt jedoch: Die Versprechen werden nicht gehalten. Wir erklären, was wirklich hinter Passionero.com steckt.
Bereits kurz nach der Anmeldung bei Passionero.com erhält man zahlreiche Nachrichten. Das klingt verlockend – ist aber ein klares Warnsignal. Die Nachrichten kommen nicht von echten Personen, sondern von bezahlten Moderatoren oder automatisierten Chatbots.
Die Profile auf Passionero.com wirken auf den ersten Blick echt: professionelle Fotos, ausführliche Beschreibungen, angebliche Wohnorte in der Nähe. Eine Rückwärtssuche der Profilbilder zeigt jedoch schnell, dass viele Fotos auf zahlreichen anderen Plattformen auftauchen – ein deutliches Zeichen für Fake-Profile.
Echte Treffen kommen bei Passionero.com so gut wie nie zustande. Sobald man konkret nach einem persönlichen Treffen fragt, werden die Antworten ausweichend oder die Kommunikation bricht plötzlich ab.
Was bei Passionero.com als kostenlose Dating-Plattform beginnt, entpuppt sich schnell als teures Abo-Modell. Für einfachste Funktionen – wie das vollständige Lesen von Nachrichten – ist eine Bezahlmitgliedschaft erforderlich. Das günstigste Paket kostet bereits 19,99 € pro Monat.
Passionero.com nutzt die typische Strategie: Nutzer erhalten kostenlos einige Nachrichten, um Interesse zu wecken. Um antworten zu können, ist jedoch eine Zahlung notwendig. Da man bereits emotional investiert ist, kaufen viele das Paket – obwohl die Nachrichten von Fake-Profilen stammen.
Bei Passionero.com gibt man echtes Geld aus und bekommt dafür nichts Echtes zurück.
Über die Kündigung bei Passionero.com gibt es zahlreiche Beschwerden im Internet. Das Prozedere ist bewusst kompliziert: Oft findet man keinen klaren Hinweis, wie man das Konto schließen kann. Viele Nutzer zahlen mehrere Monate zu lang.
Sollte man den Weg zur Kündigung gefunden haben, beginnt oft ein langer Prozess. Passionero.com bestätigt Kündigungen teilweise nicht oder behauptet, diese nicht erhalten zu haben.
Unser Tipp: Erteilen Sie bei Ihrer Bank einen Sperrvermerk für Abbuchungen von Passionero.com.
Wir warnen ausdrücklich vor Passionero.com. Nach unserem Test ist diese Plattform nicht in der Lage, das zu liefern, was sie verspricht: echte Kontakte, echte Gespräche und echte Treffen. Stattdessen erwarten Nutzer Fake-Profile und teure Abonnements.
Das Geschäftsmodell von Passionero.com lebt von der Hoffnung der Nutzer – und missbraucht diese. Die Plattform ist so gestaltet, dass man möglichst viel zahlt und möglichst schwer kündigen kann.
Investieren Sie Ihr Geld und Ihre Zeit in seriöse Dating-Alternativen. Passionero.com ist es nicht wert.